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Friedhofsentwicklungsplan für die Stadt Zehdenick

Zeitraum: April 2014 bis September 2015
Auftraggeber: Stadt Zehdenick
Kurzbeschreibung: Erstellung eines Friedhofentwicklungsplans für die städtischen Friedhöfe in der Kernstadt Zehdenick

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Die Bestattungs- und Trauerkultur unterliegen in Deutschland einem grundlegenden Wandel. Der Anteil an kostengünstigen und flächensparenden Bestattungsformen nimmt stetig zu. Immer weniger Menschen lassen sich in einem Sarg und einer eigenen Grabstelle beerdigen. Feuerbestattungen und anonyme Grabfelder werden ebenso verstärkt nachgefragt wie neue Bestattungsformen außerhalb klassischer Friedhöfe. Diese Entwicklung führt zu erheblichen Flächenüberhängen auf den Friedhöfen. Demgegenüber stehen sinkende Gebühreneinnahmen und steigende Unterhaltungskosten, die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Friedhöfe geht zurück. Vor diesem Hintergrund und dem sehr langfristigen Planungshorizont bei Friedhöfen ist die Auseinandersetzung mit den Funktionen und strategischen Entwicklung der Friedhöfe unerlässlich.

Mit dem FEP Zehdenick wird die Ist-Situation der Friedhöfe in der Kernstadt Zehdenick erfasst, dargestellt und bewertet. Zugleich wird ermittelt, welche Handlungsbedarfe bezüglich der Bereitstellung von Bestattungsflächen in Zehdenick insgesamt bestehen. Anhand der Sterbestatistiken und einer Berechnung des künftigen Friedhofsflächenbedarfs werden Überhangflächen ermittelt und für die beiden Friedhöfe der Kernstadt Vorgehensweisen für den weiteren Umgang vorgeschlagen. Für besondere, historische Grabmale und Denkmäler werden Vorschläge für deren künftige Nutzung, die Integration in neue Grabanlagen und den Erhalt und – falls erforderlich – die Verlegung erarbeitet. Dabei wird ebenfalls der Schutz von Pflanzen und Tieren berücksichtigt, für die Friedhöfe häufig ein Rückzugsort sind. Mögliche neue Nutzungen müssen mit der Hauptfunktion und den sich aus dem Schutz als Naturraum und Kulturort stellenden Anforderungen vereinbaren lassen.

Im Ergebnis des FEP wird zugleich die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Friedhöfe angestrebt. Hierzu werden Vorschläge zur Kostenreduzierung und Einnahmesteigerung sowie zur Optimierung von Arbeitsabläufen unterbreitet.

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Friedhofsentwicklungsplan für Hamburg

Zeitraum: Mai 2007 bis Februar 2008
Kooperationspartner: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Hansestadt Hamburg
Kurzbeschreibung: Erstellung eines Friedhofentwicklungsplans für Hamburg im Rahmen eines Studienprojektes

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Studierende eines Studienprojektes der TU Berlin erstellten unter Leitung von Roland Schröder im Zeitraum eines knappen Jahres für die Stadt Hamburg einen Friedhofsentwicklungsplan. Der Plan enthält neben einer Bedarfsplanung zeitlich gestufte Vorschläge für den Erhalt, die teilweise Umnutzung oder die Nachnutzung nahezu aller Friedhöfe in Hamburg und regt die Öffnung für neue Nutzungen an. Damit sollten gangbare Wege für die künftige Entwicklung der Hamburger Friedhöfe aufzeigt werden.

Der Friedhofsentwicklungsplan wurde im Rahmen eines eintägigen Workshops Ende 2007 in Hamburg mit Friedhofsbetreibern und der Stadtverwaltung diskutiert und abgestimmt.

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